Berlin (ots) –
Vom 16. bis 18. September präsentierten sich VITAKO und ihre Mitglieder AKDB, BIT Bremerhaven, KDN – Dachverband kommunaler IT-Dienstleister, Komm.ONE, Komm2IT*, Lecos, ProVitako und votegroup erstmals mit einem eigenen Gemeinschaftsstand beim KGSt-FORUM in Leipzig. Im Mittelpunkt standen praxiserprobte Lösungen für die kommunale Verwaltungsdigitalisierung – von Künstlicher Intelligenz und digitaler Souveränität über Registermodernisierung und Cybersicherheit bis hin zu nutzerorientierten Fachverfahren. VITAKO war auch hier zentraler Treffpunkt für Kommunen, IT-Dienstleister und Partner aus Politik und Verwaltung.
Wie groß der Bedarf an praxistauglichen Lösungen und enger Zusammenarbeit ist, zeigte sich auch in den Gesprächen am Stand. Lars Hoppmann, geschäftsführender Vorstand von VITAKO, zieht eine positive Bilanz: „Unser erster VITAKO – Gemeinschaftsstand auf dem KGSt- Forum 2026 hat unsere ganze DNA sichtbar gemacht: die VITAKO-Mitglieder sind Leistungsträger der interföderalen IT-Kooperation. Wir bündeln unsere Aufgaben und kooperieren untereinander, um gemeinsam stärker zu sein als jeder es allein sein könnte. IT und Verwaltung waren auf dem Forum untrennbar verbunden – nur im Miteinander kommt die Verwaltungsdigitalisierung wirklich voran. Und mit unserer gemeinsamen Umfrage zu Open Source haben wir ein klares Signal gesetzt: Open Source Software gehört nicht in nur in die Rechenzentren, sondern auch auf die kommunalen Verwaltungsarbeitsplätze – wirtschaftlich, praxistauglich und digital souverän.“
Ralph Brinkhaus, Vorsitzender und Sprecher der Arbeitsgruppe Digitales und Staatsmodernisierung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, tauschte sich am Gemeinschaftsstand über die praktische Umsetzung der digitalen Transformation aus. Gesprächspartner waren Lars Hoppmann, Matthias Drexelius, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von VITAKO sowie Direktor und Sprecher der Geschäftsführung von ekom21 – KGRZ Hessen, und Mathias Bieneke, Geschäftsführer der votegroup. Im Fokus stand die Frage, wie sich digitalpolitische Ziele in konkrete Lösungen für die öffentliche Verwaltung übersetzen lassen. Der Austausch zeigte: Verwaltungsdigitalisierung und Staatsmodernisierung gelingen, wenn Politik, Kommunen und IT-Dienstleister ihre Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Als Netzwerk verbindet VITAKO diese Akteure, bündelt Expertise und gibt Impulse für die Umsetzung. Im Gespräch mit Ralph Brinkhaus ging es insbesondere um die Rolle von Kooperation, gebündelten Kompetenzen und konsequenter Umsetzung für eine erfolgreiche Staatsmodernisierung. Brinkhaus betonte: „Staatsmodernisierung ist ‚Kommunale Ebene‘. Das Labor für Standmodernisierung und Digitalisierung in der kommunalen Ebene ist aktuell hier in Leipzig und deswegen bin ich froh, dass ich dabei sein kann.“
Auch auf der VITAKO-Standbühne standen die konkreten Herausforderungen der Verwaltungsdigitalisierung im Fokus. Expert:innen aus dem VITAKO-Netzwerk diskutierten in über 20 Sessions über Praxiserfahrungen, konkrete Anwendungsfälle und Lösungen, die sich in Kommunen tatsächlich umsetzen lassen. Besondere Aufmerksamkeit vom Publikum erhielt die gemeinsame Panel-Session „Wie souverän fährt es sich mit Open Source? Theorie bestanden! Und was sagt die Praxis?“ auf der KGSt-Bühne. KGSt, das Kommunale Open-Source-Board (KOSB) und VITAKO präsentieren die aktuelle Umfrage zum Einsatz von Open-Source-Software in Kommunen und bei kommunalen IT-Dienstleistern. Die Ergebnisse liefern ein aktuelles Lagebild und zeigen zugleich, wo Kommunen beim Thema digitale Souveränität stehen. Im Zentrum der Diskussion standen drei Fragen: Wo steht Open Source in den Kommunen heute? Was hat sich seit 2020 verändert? Und welche Hürden müssen abgebaut werden, damit digitale Souveränität im Verwaltungsalltag ankommt? Über diese Fragen diskutierten Anika Groß (KGSt), Stefanie Kaulich (Stadt Frankfurt am Main), Leonhard Kugler (ZenDiS), Dr. Johann Bizer (Dataport), Prof. Dr. Martin Hoffmann (Gemeinde Leopoldshöhe) und Lars Hoppmann (VITAKO) gemeinsam mit dem Publikum. Für VITAKO ist Open Source dabei kein Selbstzweck. Entscheidend ist vielmehr die Frage, wie Kommunen ihre technologische Abhängigkeit reduzieren, Handlungsspielräume erhalten und digitale Infrastruktur langfristig selbstbestimmt gestalten können.
Dass kommunale Digitalisierung zunehmend über Kooperation funktioniert, zeigte sich auch am Gemeinschaftsstand. Komm2IT*-Programmleiter Stephan Brinkmann erklärte beim Forum als Standpartner: „Komm2IT* ist unsere gemeinsame Antwort auf die wachsenden Anforderungen an die kommunale IT: Wir bündeln unsere Stärken, übernehmen gemeinsam Verantwortung und schaffen so die Kraft, Kommunen in Niedersachsen und darüber hinaus auch morgen digital handlungsfähig zu halten.“ (*Komm2IT – eine Marke der GovConnect GmbH in Vorbereitung des Zusammenschlusses der kommunalen IT-Dienstleister Niedersachsens GovConnect, hannIT, ITEBO, KDG und KDO)
Welche Impulse aus Austausch und Zusammenarbeit entstehen können, zeigt auch die Bilanz von Kerstin Pliquett, KDN-Geschäftsleiterin und VITAKO-Vorständin: „Unsere Teilnahme am KGSt-Forum 2026 und die Beteiligung am VITAKO-Gemeinschaftsstand haben sich absolut gelohnt“, sagt auch KDN-Geschäftsleiterin und VITAKO Vorständin Kerstin Pliquett. „Von dem Treffen der kommunalen Familie nehme ich wieder eine Menge Impulse mit. Und ich sehe mich einmal mehr in meiner Überzeugung bestätigt: Die Kommunen in Deutschland leisten enorm viel für die Bürgerinnen und Bürger und unser demokratisches System insgesamt. Es macht mich sehr froh, mit unserem Dachverband dazu beitragen zu können. Dass wir mit unserem Digitalisierungs-Know-how sehr gefragt sind, haben uns die Tage in Leipzig deutlich gezeigt.“
Das KGSt-FORUM 2026 hat aufgezeigt: Die digitale Transformation der Verwaltung entscheidet sich nicht allein an einzelnen Technologien. Sie braucht belastbare Infrastrukturen, praxistaugliche Lösungen und vor allem Zusammenarbeit. VITAKO bündelt als Netzwerk der kommunalen IT-Dienstleister genau diese Perspektiven. Mit den Impulsen aus Leipzig geht VITAKO in die kommenden Monate. Die Digitalisierung der Verwaltung bleibt eine gemeinsame Aufgabe – und VITAKO steht dabei an der Seite ihrer Mitglieder und an der Seite der Kommunen.
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