München (ots) –
Der Deutsche Apothekerverband (DAV) fordert den Gesetzgeber und die Krankenkassen auf, die Leistungen der Apotheken angemessen zu vergüten und regelmäßig an die Kostenentwicklungen anzupassen. „Einen erneuten Stillstand bei der Vergütung der Apotheken darf es nicht mehr geben“, sagte DAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann anlässlich der Eröffnung der pharmazeutischen Leitmesse EXPOPHARM in München. Die schrittweise Honorarerhöhung für die Abgabe rezeptpflichtiger Arzneimittel sei „kein Geschenk an die Apothekerinnen und Apotheker, sondern die nach 13 Jahren Stagnation überfällige Anpassung der Vergütung und zwingende Voraussetzung, um eine gute Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten“. Die gesetzlich vorgesehenen Verhandlungen zwischen DAV und Krankenkassen ab dem Jahr 2028 „bieten uns endlich die große Chance, das Honorar jährlich an die Kostenentwicklungen anzupassen“, so Hubmann: „Der DAV wird mit großem Engagement und guter Vorbereitung in diese Verhandlungen gehen – dies kann ich Ihnen versichern!“
Mit dem Apothekenreformpaket kommen demnächst fünf neue pharmazeutische Dienstleistungen in die Apotheken, darunter die Beratung mit Messungen zu Risikofaktoren bei Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen sowie die Beratung zur Raucherentwöhnung. „Eines muss klar sein: Diese neuen Leistungen müssen auch angemessen honoriert werden“, sagte Dr. Hubmann: „Da genügt keine Kostendeckung – jede Leistung muss einen Beitrag zum Ertrag der Apotheke bringen. Daher sind wir einerseits in Neuverhandlungen zur Vergütung der bestehenden Dienstleistungen – und werden andererseits bei den neuen Dienstleistungen sehr genau auf eine auskömmliche Vergütung achten. Wenn die Vergütung nicht stimmt, werden die pharmazeutischen Dienstleistungen nicht im erforderlichen Maß in der Fläche ankommen.“ Hubmann ergänzte: „Mit den Apotheken vor Ort wird die Versorgung nicht teurer, sondern ganz im Gegenteil auf lange Sicht günstiger – und vor allem besser für die Menschen.“
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Quelle: ots
