Aus Transformation muss wieder Industrie werden

Wesseling (ots) –

Die Transformation der Chemie- und Prozessindustrie ist schwieriger geworden. Und das ist vielleicht sogar eine positive Herausforderung. Denn auf die Euphorie rund um Wasserstoff, Elektrifizierung, Carbon Management und Kreislaufwirtschaft folgt jetzt der Realitätstest: Welche Konzepte funktionieren im industriellen Maßstab?

Noch vor wenigen Jahren wurden viele Transformationspfade mit einer gewissen technischen Naivität diskutiert. Heute wissen wir: Technische Leistungsdaten reichen nicht. Genehmigungen brauchen Zeit, Energie und Rohstoffe sind nicht überall verfügbar – und aus einer guten Idee und innovativer Technologie entsteht noch kein tragfähiger Business Case. Entscheidend sind wettbewerbsfähige Kosten, verlässlicher Offtake und letztlich die Bankability eines Projekts. Das macht Transformation nicht weniger notwendig. Im Gegenteil: Es macht sie konkreter.

Know-how entsteht dort, wo produziert wird

Das Ziel einer klimaneutraleren, stärker zirkulären Industrie bleibt richtig. Der Weg dorthin führt jedoch nicht über den einen Technologiesprung, sondern über konkrete Projekte: über Anlagen, die geplant, genehmigt, gebaut, integriert, betrieben und optimiert werden.

Genau darin liegt eine große Chance für die deutsche und europäische Industrie. Denn mit jeder realisierten Anlage entsteht Wissen, das über die Technologie hinausgeht: Wie integrieren wir Wasserstoff in bestehende Produktionsverbünde? Wie koppeln wir Stoff- und Energieströme? Wie etablieren wir Carbon Management, chemisches Recycling oder Multi-Feed-Raffinerien im industriellen Maßstab?

„Die größte Chance der Transformation besteht nicht darin, von Beginn das theoretisch mögliche Maximum zu erreichen oder zu vermeiden. Sie besteht darin, zu lernen, industrielle Wertschöpfung neu zu denken, effiziente Chemieproduktion zu realisieren und dieses Wissen in einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für den deutschen und europäischen Industriestandort zu verwandeln.“, sagt Björn Griesemann, CEO der Griesemann Gruppe.

Der Weg einer zukünftigen Prozessindustrie und des Anlagenbaus führt über die Betriebserfahrung, Optimierung und Skalierung von energieeffizienten und transformierten Anlagen. Erst daraus entsteht exportierbares Know-how. Technologieführerschaft allein ersetzt keinen wettbewerbsfähigen Produktionsstandort.

Transformation braucht Business Cases

Für eine zukunftsfähige, spezialisierte Chemieindustrie sowie für neue Anlagen braucht es neben wettbewerbsfähigen Energiepreisen verlässliche Rahmenbedingungen. Nachhaltige und spezialisierte Chemieprodukte müssen sich im globalen Wettbewerb wirtschaftlich behaupten. Wo Märkte noch nicht selbst entstehen, können gezielte Anreize und verlässliche Nachfrage die Investitionssicherheit erhöhen.

Entscheidend ist, jetzt die großen Schritte wirtschaftlich und industriell umzusetzen. Jede realisierte Anlage stärkt Wertschöpfung, Kompetenz und Resilienz.

Seit 50 Jahren begleitet die Griesemann Gruppe die Prozessindustrie. Heute arbeiten rund 1.670 Mitarbeitende an mehr als 45 Standorten in Zentraleuropa daran, industrielle Anlagen zu planen, zu modernisieren und zu realisieren.

Als technologieneutraler Partner verbindet Griesemann Engineering, Anlagenbau und Industrieservices und begleitet Projekte ganzheitlich – von Konzept und Engineering über Genehmigung und Beschaffung bis zur Realisierung, Integration und Inbetriebnahme.

Ziel ist es, gemeinsam mit Kunden die technisch und wirtschaftlich beste Lösung in industrielle Realität zu überführen. Gerade bei neuen Technologien ist diese Umsetzungskompetenz entscheidend. Denn zwischen einer funktionierenden Technologie und einer zuverlässig produzierenden Industrieanlage bedarf es viel Erfahrung, Expertise und Umsetzungskompetenz.

Nach 50 Jahren Anlagenbau ist diese Aufgabe aktueller denn je: Die Zukunft des Industriestandorts und der Chemieindustrie entscheidet sich nicht allein daran, welche Technologien wir entwickeln, sondern daran, welche Anlagen wir tatsächlich bauen und erfolgreich betreiben.

Pressekontakt:
N: Sebastian Orzel
T: 022327080
E: [email protected]
W: www.griesemann.com
Original-Content von: Griesemann Gruppe, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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